Luther- die Ausstellung

2018

Zum Reformationsjubiläum 2017 haben wir in der Jugendkirche eine Ausstellung für Schulklassen und Konfirmandengruppen entwickelt. Auch 2018 lief diese Ausstellung mit großem Erfolg.

Zu Beginn der Ausstellung erhielten die Besucher*innen eine kurze Einleitung in die mittelalterliche Welt Martin Luthers. Danach ging es auf die Spurensuche in Sachen Reformation. 15 Station luden ein zum Ausprobieren und  Entdecken.

Begleitet wurden die Gruppen von eigens ausgebildeten jugendlichen Teamern.

Die ersten Fünf Stationen luden ein, sich mit der Welt Martin Luthers auseinanderzusetzen:

…Medizin, Holz oder ein Ablassbrief?

An der ersten Station konnten Psalmen gedruckt oder mit Tinte und Feder abgeschrieben werden.

Eine andere Station stellte anhand von Biographien Personen des Mittelalters vor und  gab so Eindrücke auf das Leben der Zeit wieder.

An der Station zum Thema Ablasshandel diskutierten die Teilnehmenden  in der Gruppe, wofür sie das knappe Geld der Familie ausgeben wollten: Holz zum Heizen, Medizin für die kranke Mutter – oder einen Ablassbrief, der die Zeit im Fegefeuer verkürzt. Die Antwort war häufig schwierig zu finden…

Der zweite Teil der Ausstellung brachte den Teilnehmenden Luthers reformatorische Erkenntnisse näher:

So wurde an einer Station die Wiederentdeckung der Gnade Gottes anhand einer alten Küchenwaage verdeutlicht, mit welcher die Tätigkeiten, die einen näher zu Gott bringen, „abgewogen“ wurden.

Großer Beliebtheit erfreute sich auch die Station zum Thema Bildung. In Form eines Brtettspieles wurde den Teilnehmenden die Bedeutung von Bildung für die Reformation nahe gebracht.

Lange Fahnen mit hebräischen, griechischen und lateinischen Texten zeigten an einer anderen Station  die Bedeutung der deutschen Sprache, die Martin Luther maßgeblich geprägt hat.

Im dritten und letzten Teil ging es an fünf Stationen um die Frage, was die Reformation heute noch für eine Bedeutung hat.

Sehr beliebt war die Lego-Kirche, die die Besucher*innen kreativ umgestalten konnten.
Damit konnten sie ausdrücken, wie sie Gottesdienst heute feiern möchten und was für sie im Zentrum des Gottesdienstes stehen soll.

Beim Versuch, eine kleine Kugel durch ein Labyrinth oder einen Irrgarten zu bugsieren, erkannten die Teilnehmenden, dass der heutige Lebensweg maßgeblich durch Freiheit bestimmt ist. Er erfordert eigene Entscheidungen, die aber auch Sackgassen und Irrwege nicht ausschließen. Dies verdeutlichte der Irrgarten. Im Gegensatz dazu steht das Labyrinth als Symbol für den mittelalterlichen Lebensweg. Hier ist nur ein vorgegebener Weg möglich.

Dies sind nur einige Eindrücke der Ausstellung.

Zitat eines Lehrers nach dem Besuch der Ausstellung:
„Wie im letzten Jahr auch, hat es in diesem Schuljahr meinen Unterricht mehr als bereichert.
Bitte setzen Sie diese Ausstellung fort. Ich werde nicht müde, meinen Kolleginnen davon zu berichten.
Sie machen eine tolle Sache und ich danke ihnen herzlich.“

Fotostrecke Luther 2017