Wieder einmal trafen sich 13 etwas müde KonfirmandInnen am Sonntag um 10:00 in der Jugendkirche. Diesmal kamen sie aus der Kirchengemeinde Ottensen, um gemeinsam zu lernen, wie denn ein JUGENDGOTTESDIENST „funktioniert“.

Diesmal war das Thema die Himmelsleiter (Genesis 28,10-19). Es ging um den Traum von Jakob. Die Vorgeschichte: Jakob, der Zweitgeborene erkauft sich für ein sprichwörtliches Linsengericht den Erstgeburtssegen von seinem älteren Zwillingsbruder.
Später dann erschwindelt er sich diesen Segen mithilfe seiner Mutter.
Er wird von seinem Vater Isaak gesegnet, weil er sich für seinen Bruder ausgibt.
Als Esau, der Ältere das mitbekommt, trachtet er seinem Bruder Jakob nach dem Leben. Jakob flieht.
Und auf der Flucht hat er den Traum, dass an dem Ort, wo er schläft, die Engel auf einer Leiter auf und ab gehen. Und Gott macht ihm in diesem Traum ein großes Versprechen: „Und der HERR stand oben darauf und sprach: Ich bin der HERR, der Gott deines Vaters Abraham, und Isaaks Gott; das Land, darauf du liegst, will ich dir und deinen Nachkommen geben. Und dein Geschlecht soll werden wie der Staub auf Erden, und du sollst ausgebreitet werden gegen Westen und Osten, Norden und Süden, und durch dich und deine Nachkommen sollen alle Geschlechter auf Erden gesegnet werden.
Und siehe, ich bin mit dir und will dich behüten, wo du hinziehst, und will dich wieder herbringen in dies Land. Denn ich will dich nicht verlassen, bis ich alles tue, was ich dir zugesagt habe.“

Die KonfirmandInnen haben nach langen Diskussionen für sich das Thema „Segen setzt sich durch“ für diesen Gottesdienst entschieden und den ganzen Nachmittag die verschiedenen Elemente eines Gottesdienstes geschrieben.

Als der Gottesdienst dann losging, stand eine 6m hohe Leiter im Altarraum, in Nebel gehüllt und blau angestrahlt.
Ein Junge kam in den Altarraum und erzählte von seiner Einsamkeit, weil sein bester Freund weggezogen war. Daraufhin erklomm ein Engel die Leiter, empfing eine Botschaft – und sagte sie dem Einsamen zu.
Ebenso passierte es dem zweiten, der von seinem schweren Fahrradunfall erzählte (der gebrochene Arm war sogar echt) und auch dem dritten, der von seinem verstorbenen Lieblingsonkel erzählte. Ihm brachten sogar beide Engel die Botschaft: „Dein Onkel ist jetzt bei Gott. Dort hat er es gut. Und er lebt in deinen Erinnerungen und in deinem Herzen weiter!“
Etwas getröstet konnte er dann wieder aufstehen.

Ein langer Tag für die Konfis – aber es war ein wirklich schöner JUGENDGOTTESDIENST – mit der musikalischen Unterstützung von „Bodenpersonal“.