Evaluation der Jugendkirche 2011 – Zusammenfassung

Die Evaluation der Jugendkirche: Zusammenfassung

Inhalt:
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1.: Die Ausgangssituation……………………………….. 2

2.: Wer arbeitet eigentlich in der Jugendkirche?…….. 2

3.: Was geschieht wie in der Jugendkirche?………….. 3

3.1.: die Jugendkirche als Ort der Begegnung………….. 3

3.2.: Seminare in der Jugendkirche………………………. 4

3.3.: Events in der Jugendkirche………………………….. 4

3.4.: Kooperationsveranstaltungen in der
Jugendkirche…………………………………………… 4

3.5.: Gottesdienst – Spiritualität – Theologie…………… 5

3.5.1.: Gottesdienst……………………………………………. 5

3.5.2.: Spiritualität…………………………………………….. 6

3.5.3.: Theologie – mit Herz und Hand…………………….. 6

4.: Welche Menschen erreicht die Jugendkirche
– und wo kommen sie her?………………………….. 6

5.: Fazit……………………………………………………… 7

6.: Ausblick…………………………………………………. 8

 

1.: Die Ausgangssituation
Im Juni 2007 haben die Synoden der Kirchenkreise Altona, Blankenese, Niendorf und Pinneberg diesen Traum durch ihre Beschlüsse wahr werden lassen. Die Bugenhagenkirche wird zur Jugendkirche!
Am 18.4.2008 konnte die Jugendkirche feierlich eröffnet werden!

2.: Wer arbeitet eigentlich in der Jugendkirche?
Die Arbeit in der Jugendkirche wird weitestgehend von den Ehrenamtlichen in verschiedenen Teams geleistet.
Technik Team: Zu Beginn hatte dieses Team nur drei Mitglieder, inzwischen ist es auf 7 Mitglieder angewachsen.

Das Gottesdienst Team ist für die Gestaltung und Durchführung von Gottesdiensten verantwortlich. Damit sich diese Mitglieder auch sicher fühlen in ihrem Handeln, wurden für sie mehrfach Sprach – und Präsenztraining-Seminare angeboten, die sie angenommen haben und die ihnen viel Sicherheit gegeben haben.
Es wurde jedoch schnell deutlich, dass die Jugendkirche aus eigener Kraft keine zwei Gottesdienste im Monat anbieten kann. Deswegen wurden neue Formate entwickelt, wie z.B. die SOUNDandachten oder das Modul „Vom Text zur Andacht“

Bodenpersonal: Die Hausband der Jugendkirche:
Nachdem einige langjährige Musiker die Band verlassen haben, entwickelt sich Bodenpersonal langsam zu einem Bandpool, in dem verschiedene Instrumente doppelt besetzt sind, so dass die Band spielfähig bleibt.
2010 spielte Bodenpersonal in 18 Gottesdiensten.

Das Catering Team hat es sich zur Aufgabe gemacht, bei Segnungsgottesdiensten, Großveranstaltungen und Seminaren die BesucherInnen der Jugendkirche zu verköstigen. So wurden 2010 ca. 1400 Menschen in der Jugendkirche vom Catering Team verköstigt!

Das Öffentlichkeits-Team gestaltet die Flyer und Plakate, die vier Mal im Jahr in großer Stückzahl gedruckt werden und so für Aufmerksamkeit in den Gemeinden des Kirchenkreises sorgen.

Dem Pastor an der Jugendkirche kommt eine besondere Rolle an der Jugendkirche zu. Er ist der einzige Hauptamtliche, der für die Kontinuität der inhaltlichen Arbeit sorgt. Da er in den Gottesdiensten möglichst wenig präsent ist, liegen seine Aufgabenschwerpunkte in anderen Bereichen:
Er unterstützt die Ehrenamtlichen in ihren Bereichen, begleitet die Vorbereitung der eigenverantwortlich gestalteten Gottesdienste und ist Ansprechpartner, Seelsorger, Seminarleiter und Fundraiser.

Ergänzt wird das Team durch die Sekretärin (15 Wochenstunden) und einen Küster (2,5 Wochenstunden) und einem jungen Menschen, der seit September 2011 seinen Freiwilligendienst absolviert.

Die Organisationsstruktur der Jugendkirche
Mitglieder der unterschiedlichen Teams bilden zusammen mit VertreterInnen aus der Jugendvertretung und dem Pastor an der Jugendkirche das Leitungsgremium der Jugendkirche: Den Beirat.
In 8 Sitzungen im Jahr wird das Programm der Jugendkirche besprochen, wird entschieden, welche Veranstaltungen stattfinden, welche Ausstellungen wir in der Jugendkirche zeigen, wie die zur Verfügung stehenden Gelder eingesetzt werden und vieles mehr.
Auf einer Außentagung, die immer an einem Wochenende im Januar stattfindet, kommen dann viele der in der Jugendkirche Engagierten ein Wochenende lang zusammen und nehmen das vergangene Jahr kritisch in den Blick, ziehen Konsequenzen für das begonnene Jahr und nehmen sich auch Zeit für theologische Einheiten, Andachten und natürlich kommt auch der Kontakt untereinander nicht zu kurz.

2010 fanden in der Jugendkirche 109 Veranstaltungen mit über 5700 BesucherInnen statt, das bedeutet, dass im Schnitt über 50 BesucherInnen pro Veranstaltung in die Jugendkirche kamen.
Dieses umfangreiche Programm war und ist nur möglich, weil das ehrenamtliche Team weit über 2000 Stunden an Zeit für die Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltungen investiert hat. Das entspricht ca. 1,2 Vollzeitstellen!

3.: Was geschieht wie in der Jugendkirche?
3.1.: Jugendkirche als Ort der Begegnung
Die Jugendkirche ist ein Ort der Begegnung! Gemäß ihres Auftrages ergänzt sie das Angebot der Kirchengemeinden und vermeidet Doppelstrukturen! Deswegen bietet die Jugendkirche nur sehr wenige Veranstaltungen an, die so auch in den Gemeinden hätten stattfinden können.

BesucherInnen bei Begegnungsveranstaltungen:
622 oder 10% der BesucherInnen 2010

 
3.2.: Seminare in der Jugendkirche
Die Jugendkirche ist in bescheidenem Umfang auch ein Ort der Bildung. So werden verschiedene Seminare in der Jugendkirche angeboten. Allerdings mit einer sehr auf den Ort und das Profil der Jugendkirche zugespitzten Ausrichtung – denn diese Angebote sollen das Angebot des Jugendpfarramtes an wenigen Punkten ergänzen.

Ca. 60 TeilnehmerInnen an Seminaren oder 1% der BesucherInnen
Die Seminare zur Aus- und Fortbildung von Ehrenamtlichen werden von dem Jugendpfarramt angeboten. Die Jugendkirche bietet (fast) nur Seminare an, die in besonderer Weise auf die Jugendkirche zugeschnitten sind.

3.3.: Events in der Jugendkirche
Da Events die Lebenswelt von jungen Menschen bestimmen und im Team begeisterte Techniker mitarbeiten, wurde das SOUNDfish Festival zur Nacht der Kirchen zu einem festen Angebot für junge Menschen aus ganz Hamburg. Die Musik der jungen Bands wird inzwischen durch thematische oder spirituelle Impulse zwischen den verschiedenen Bands ergänzt.

2011 gab es auch den ersten Bandabend mit jungen Bands aus Hamburg, das OHRWURM Festival – um neue Bands kennen zu lernen und neue Kontakte in die junge Musikszene und zu Schulbands zu bekommen.

Es entstand die Idee, dass es gut wäre, einmal alle frisch Konfirmierten zu einem Festival einzuladen, um ihnen zu zeigen, dass sie uns, der Kirche, wichtig sind, so wie sie nun mal sind. Das SOWIEDU Festival.
Eine tolle Idee, die aber so ganz offensichtlich nicht funktioniert. Die Konfirmierten sind schlecht zu erreichen und schwer zu mobilisieren. An diesem Event werden wir noch einmal grundsätzlich neu denken müssen.

GesamtbesucherInnen bei Events 422 oder 7% im Jahr 2010

3.4.: Kooperationsveranstaltungen in der Jugendkirche
Die Jugendkirche kooperiert seit ihrer Gründung mit dem Verein „theatersehnsucht e.V.“, der am Tag nach der Eröffnung seine Premiere mit dem Stück zum Thema Suchtprävention „Wilder Panther, Keks“ feierte.
Diese Angebote haben sich im Lauf der Zeit verändert:

Im vergangenen Jahr wurde die Aufführung durch eine Diskussion zwischen den am Stück Beteiligten, Profis aus der Suchthilfe und dem Pastor an der Jugendkirche zu einem Suchtpräventionsvor- oder Nachmittag ausgebaut.

Das zweite Stück zum Thema Mobbing „Eins auf die Fresse“ hatte im Herbst 2010 Premiere und wird seitdem in der Jugendkirche gezeigt und nach wie vor von Schulen angefragt. Auch diese Vorführung wird – so es von den Schulen gewünscht wird – durch eine moderierte Diskussion mit den Schauspielern und verschiedenen Profis ergänzt und das Erlebte auf diese Weise vertieft.

Ein drittes Stück „Korczak und die Kinder“ zum Thema Engagement und Empathie hatte im September 2011 Premiere. 2009 wurden auch zweimal Stücke anderer Theatergruppen in der Jugendkirche aufgeführt.
Von Anfang an war geplant, dass Ausstellungen in der Jugendkirche gezeigt werden, um auf diesem Wege noch einmal anders die Lebensfragen und -themen junger Menschen in der Jugendkirche zur Sprache kommen zu lassen. Ganz wichtig war und ist es uns, dass die Gruppen von eigens geschulten jungen Menschen begleitet werden, damit eine Kommunikation auf Augenhöhe erfolgen kann. Da die Jugendkirche nicht die Kapazitäten hat, eigene Ausstellungen zu konzipieren, werden immer wieder bestehende Ausstellungen in das Angebot der Jugendkirche integriert.

Die erste Ausstellung „Anne Frank“ (2008) war überaus erfolgreich. Es konnten fast 40 BegleiterInnen gewonnen und ausgebildet werden, die in den vier Wochen, in denen die Ausstellung in der Jugendkirche zu Gast war, an die 1200 BesucherInnen aus ganz Hamburg und Umgebung durch die Ausstellung geführt haben.
Weitere Ausstellungen waren der „Credoweg“ (2010) und „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ (2011), in denen ebenfalls eigens ausgebildete BegleiterInnen die Führungen der Gruppen übernahmen.

GesamtbesucherInnen 2122 oder 36% der BesucherInnen 2010
Davon waren 59% SchülerInnen, 38% KonfirmandInnen und 3% Erwachsene.

3.5.: Gottesdienst – Spiritualität – Theologie
3.5.1.: Gottesdienst
Mit viel Energie und Aufwand werden Jugendgottesdienste vom Team geplant und gefeiert – aber es wurden in den vergangenen Jahren auch neue Module und Formate entwickelt:

SOUNDandachten sind Gottesdienste, die maßgeblich von der Musik der eingeladenen Band geprägt sind.

Im folgenden Jahr wurde dann im Bereich der Jugendgottesdienste das Modul „vom Text zur Andacht“ entwickelt, das in Zusammenarbeit mit dem Jugendpfarramt in den JuLeiCa Kursen und auch im Rahmen der Konfirmandenzeit von Gemeinden angenommen wird.
Letztlich handelt es sich um einen ein- bis zweitägigen Gottesdienstworkshop, in dem die jungen Menschen mit den Elementen des Gottesdienstes vertraut gemacht werden und in dem sie am Ende gemeinsam einen eigenen Jugendgottesdienst entwickeln, proben und dann auch öffentlich feiern.

Zwei Mal im Jahr kommt so etwas wie Kirchentagsstimmung in der Jugendkirche auf. Bei den Segnungsgottesdiensten, die zusammen mit dem Jugendpfarramt vorberietet werden, werden 50-70 neu ausgebildete JugendleiterInnen in einem feierlich-lebendigen Jugendgottesdienst für ihr Engagement gesegnet.

3.5.2.: Spiritualität
Spiritualität im Team ist ein wichtiges Thema und es gibt eine große Sehnsucht. Ihr versuchen wir gerecht zu werden: Durch Impulse zu Beginn der Sitzungen, Andachten und intensive theologische Einheiten auf der Außentagung. Daraus ist das „ECHO“ entstanden, eine Form der ganzheitlichen Begegnung mit Theologischen Themen, das aber mangels Teilnehmer wieder eingestellt wurde. Aber der Wunsch nach neuen Formen der Spiritualität führte zu der Entwicklung des „Feierabend“
Es gibt nicht DIE spirituelle Form, von der sich junge Menschen angesprochen fühlen. Hier sind wir in der Jugendkirche immer wieder auf der Suche nach neuen Ideen und Angeboten, die ausprobiert und weiterentwickelt werden.

3.5.3.: Theologie – mit Herz und Hand
„Die letzte Reise“ erwies sich als eine besonders erfolgreiche Einheit, die zusammen mit einigen Hauptamtlichen konzeptioniert worden ist. In dieser Einheit packen die jungen Menschen ihre ganz persönlichen Koffer, die sie auf ihre Letzte Reise mitnehmen würden.
In der letzten Reise ist es auf besondere Weise gelungen, die Fragen von jungen Menschen und die Tradition unserer Kirche in Beziehung zu setzen und die ganze Einheit zu einer ganzheitlichen und intensiven Inszenierung kompakt zu gestalten.

Gottesdienst – Spiritualität – Theologie
22 Gottesdienste 2010 mit fast 2000 BesucherInnen. Damit besuchen durchschnittlich fast 90 Menschen die gottesdienstlichen Veranstaltungen in der Jugendkirche!

Text zur Andacht und Letzte Reise
GesamtbesucherInnen 2604 oder 45% der BesucherInnen 2010

Zusammenfassung
Gottesdienste, Spiritualität und Theologie sind der Schwerpunkt der Angebote der Jugendkirche. 45 % der BesucherInnen kommen zu Veranstaltungen mit diesem Themenschwerpunkt.
Diese Zahl unterstreicht deutlich den Anspruch der Jugendkirche, zuallererst Kirche sein zu wollen.

4.: Welche Menschen erreicht die Jugendkirche
– und wo kommen sie her?

KonfirmandInnen
42% oder 2500 BesucherInnen kamen im Rahmen der Konfirmandenzeit.
Jugendliche und JugendleiterInnen
21% der GesamtbesucherInnen oder 1240 junge Menschen aus dem kirchlichen Kontext – aber nicht im Rahmen der Konfirmandenzeit.
SchülerInnen
19% der GesamtbesucherInnen oder 1099 junge Menschen aus dem schulischen Kontext besuchten 2010 die Jugendkirche.

Zusammenfassung:
Die Altersgruppe der jungen Menschen von 13-18 Jahren machen mit gut 4800 jungen Menschen (oder 82%) den größten Teil der BesucherInnen der Jugendkirche aus. Davon kommen ca. 77% aus dem kirchlichen Kontext und ca. 23% über die Schulen in die Jugendkirche.
Damit wird deutlich, dass der überwiegende Teil der Angebote der Jugendkirche als eine Ergänzung der gemeindlichen Angebote wahrgenommen wird – und dass die Jugendkirche auch ihrem Anspruch gerecht wird, junge Menschen aus dem schulischen Kontext über Ausstellungen (je nach Thema) und vor allem die Theateraufführungen anzusprechen und auf diese Weise einen neuen Kontakt zu ihnen herzustellen.
Darüber hinaus zeigen diese Zahlen, dass die Angebote der Jugendkirche kaum von jungen Menschen wahrgenommen werden, die laut Definition des KJHG (Kinder und Jugendhilfe Gesetzes) zwar noch als jugendlich angesehen werden (bis 27 Jahre), sich selbst aber mit der Volljährigkeit als Erwachsene verstehen. Sie fühlen sich von der „Jugend“ Kirche kaum angesprochen, auch wenn sie gelegentlich zu Gottesdiensten, SOUNDandachten oder zum SOUNDfish Festival kommen.

5.: Fazit
Ecclesia semper reformanda est – das trifft im vollen Umfang auf die Jugendkirche zu. Und darüber wird das allgemeine Priestertum aller Getauften in der Jugendkirche in besonderer Weise gelebt.
Die vergangenen dreieinhalb Jahre haben gezeigt:
Die Jugendkirche ist zu einem Leuchtturm im Kirchenkreis geworden, der von vielen Menschen in Hamburg und darüber hinaus wahrgenommen wird und die auch die Arbeit in den Gemeinden bereichert durch Angebote und Impulse.
Die Jugendkirche bietet den jungen Menschen aus Schulen und Kirchengemeinden in Hamburg eine ganze Reihe von professionell durchgeführten Veranstaltungen an.
Die Jugendkirche ergänzt das Angebot der Kirchengemeinden.
Die Jugendkirche ist innovativ: Immer wieder werden neue Veranstaltungsformate entwickelt – und die bestehenden Angebote immer wieder kritisch hinterfragt und ggf. modifiziert.
Viele gute Veranstaltungen in der Jugendkirche werden von jungen Menschen für junge Menschen gestaltet.
Junge Menschen investieren viel Zeit und Energie für diese Kirche und lassen die gute Nachricht auf vielfältige Weise lebendig werden.
Es gibt eine Reihe von Angeboten, die von den Ehrenamtlichen nicht verantwortet werden können. Dazu gehört z.B. das Modul „Vom Text zur Andacht“ und „die letzte Reise“. Hier kommen die Ehrenamtlichen im Blick auf ihre pädagogischen und theologischen Kenntnisse und Befähigungen an ihre Grenzen.
Bei der derzeitigen Auslastung arbeiten alle in der Jugendkirche Engagierten an den Grenzen des Möglichen – und manchmal auch darüber hinaus.

6.: Ausblick

Die Stärken der Jugendkirche liegen im Bereich: „Gottesdienst – Spiritualität – Theologie“.
In diesem zentralen Arbeitsfeld, das eine sehr hohe Akzeptanz für die BesucherInnen und die Multiplikatoren besitzt, hat die Jugendkirche noch Entwicklungspotential. Die Telefoninterviews haben gezeigt, dass eine Weiterentwicklung in diesem Bereich ausdrücklich gewünscht wird.
Auch die Zusammenarbeit mit Schulen ließe sich in diesem Arbeitsfeld noch intensivieren. Seitens der Schulen besteht durchaus Interesse an intensiven Einheiten zu Lebens- und Glaubensthemen.
„Die letzte Reise“ zeigt in besondere Weise, wie es gelingen kann, mit jungen Menschen in kurzer Zeit sehr intensiv und authentisch zu zentralen Fragen des eigenen Glaubens und in Verbindung mit unserer Tradition nachhaltig ins Gespräch zu kommen.
Denkbar wären z.B. neue interaktive Einheiten zu Themen, die die jungen Menschen bewegen und die im Alltag keinen Raum haben und auch in der Gesellschaft kaum jugendgemäß thematisiert werden.
Es könnten neue Einheiten entwickelt werden, die eine Bereicherung der Konfirmandenzeit sein könnten, wenn sie in den Gemeinden mit dem zu entwickelnden Material vor- und nachbereitet werden.
Diese Einheiten könnten auch den Schulen als besondere Ergänzung des Unterrichts angeboten werden – die letzte Reise hat das Interesse der Schulen bereits geweckt!
Themen für solche neuen Einheiten könnten sein:
Warum lässt Gott das zu? Hiob heute.
Gottesbilder – Wer bist DU?
Sexualität
Werte: Was ist es mir wert?
Identität
Diese Einheiten können jedoch nicht von jungen Menschen aus dem Team eigenständig durchgeführt werden, das haben die Erfahrungen 2010 gezeigt. Sie müssen von einem Menschen mit breitem theologischen und pädagogischen Wissen entwickelt und durchgeführt werden.
Sie könnten auch erweitert werden, damit sie als Halb- oder Ganztagesveranstaltungen im Rahmen von Konfirmandentagen oder Projektphasen von den Gemeinden in Anspruch genommen werden können.
Doch die derzeitigen personellen Ressourcen lassen die Entwicklung und Durchführung dieser stark nachgefragten Angebote nicht mehr zu.

Robert Zeidler,
Pastor an der Jugendkirche