Engel der Kulturen

Verlegung der Bodenintarsie

Bodenintarsie Engel der Kulturen

Engel der Kulturen in der Jugendkirche
am 4.7.2014

Gemeinsam mit einer 7. Klasse aus Wedel wird der Engel der Kulturen, der aus den drei Religionen Islam, Judentum und Christentum besteht, vor die Jugendkirche gerollt. Der Engel der Kulturen ist ein Kunstprojekt von Gregor Merten und Carmen Dietrich.

Fotostrecke www.die-jugendkirche.de/engel-der-kulturen-3

Die Künstler legen bei jeder Verlegung einer Bodenintarsie selbst Hand an und beziehen die Besucher mit ein.
Die Grundschüler der Bugenhagen Schule, Lehrer und Hauptamtliche versammeln sich auf den Bänken vor der Jugendkirche. Viele bunte Kunstprojekte sind im Freien aufgebaut: Ein großer Holzrahmen der mit kleinen Engel der Kulturen Bildern als Mosaik gestaltet wurde, ein Webrahmen, ein Mobile und viele selbstgestaltete Bilder rund um das Thema Engel.
Kurz nach elf beginnt das Ereignis mit der Begrüßung durch Robert Zeidler, der noch einmal auf das Thema Engel eingeht, auch in unserem Alltag.

Wolfgang Seibert aus der Jüdische Gemeinde Pinneberg tritt als nächstes ans Pult und betont den Austausch der abrahamitischen Religionen untereinander und drückt seine Freude über die intensive Auseinandersetzung der Grundschulkinder mit dem Engel der Kulturen aus.
Daud Ata ist Jugendrferent der Achmadiyya Gemeinde. Er erzählt den Kindern über Kriege auf dieser Welt, die es nur aufgrund von verschiedenen Religionen gibt. Auch wenn man nicht der gleichen Religion angehört, haben sie vieles gemeinsam und glauben an Gott.
Die Kinder der Bugenhagen- Grundschule tragen zwei Hebräische Stücke vor, in Begleitung von Kirchenmusikdirektorin Astrid Grille. Einige Gruppen bastelten auch ihren eigenen Engel der Kulturen, der später nur noch aus vielen kleinen Engeln zusammengesetzt werden musste. Nachdem lautstark gemeinsam im Kanon „Der Segen geht über allen auf“ gesungen wurde, werden die Basteleien bestaunt. Schnell kommen aber alle wieder zusammen um den Engel der Kulturen in den Boden einzulassen. Die Grundschüler beginnen mit dem Entsanden der Vertiefung. Daraufhin wird in das Loch Zement gegossen und gerade gezogen. Erst wird der Engel aus einem Holzrahmen gehoben und dann gemeinsam auf den Zement gelegt. Mit Beifall zelebrieren alle diesen Moment. Jeder will den Engel mit den drei Weltreligionen bestaunen und fotografieren. Anschließend wird aus einer Stahlplatte, der Engel für die nächste Stadt ausgeschweißt. Hierbei helfen auch einige begeisterte Kinder mit. Die Funken fliegen und schnell wird mit vereinten Kräften der Stahl getrennt. Der übriggebliebene Stahlengel wird nun auf die bereits vorhandene und ca. 140 cm große Säule gelegt, die eines Tages in Jerusalem aufgestellt werden soll.

Robert Zeidler, Pastor an der Jugendkirche